30.Juni 2010

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Am kommenden Montag, den 05. Juli 2010, findet im BIS Saal der Universität ein interessanter Vortrag zum Thema Fußball und Homophobie statt. Organisiert wurde dieser vom Autonomen Schwulenreferat der Uni Oldenburg. Der BIS Saal befindet sich gegenüber von der Bibliothek. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr und der Eintritt ist frei.

Weitere Infos bekommt ihr hier:

http://www.schwulenreferat.uni-oldenburg.de/

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10 Jahre FARE

10.Dezember 2009

aus dem FARE Newsletter:

Das Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europe (Football Against Racism in Europe – FARE) feiert kommendes Wochenende in Wien sein zehnjähriges Gründungsjubiläum. Dazu kommen über 100 AktivistInnen, Fans und NGO-VertreterInnen aus 30 europäischen Ländern im Franz-Horr-Stadion, der Heimstätte von FK Austria Wien, zusammen.

Die zweitägige Konferenz am 13. und 14. Dezember wird die Erfolge des Netzwerks seit seiner Gründung 1999 in Wien hervorheben. Mehrere Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Diskriminierungsformen und den neuen Herausforderungen im europäischen Fußball.

Das FARE-Netzwerk übernahm in den vergangenen Jahren eine zentrale Rolle beim Aufgreifen des Rassismus-Problems auf allen Ebenen des Profi- und Amateurfußballs. Dies führte zur Ausweitung des Netzwerks auf nunmehr 40 Länder und zu einem verstärkten Monitoring rassistischer Vorfälle in ganz Europa. Durch die Partnerschaft mit der UEFA wurde FARE auch zu einem wichtigen Akteur bei den vergangenen Europameisterschaften.

FARE Botschafter
Die FARE-Kampagne wurde von einigen der größten europäischen Spielerpersönlichkeiten unterstützt. Lillian Thuram und Europameister Marcos Senna sind nur zwei Spieler, die in der Öffentlichkeit als FARE-Botschafter auftreten. Ein anderer ist der frühere Celtic-, Chelsea- und Pisa-Verteidiger, Paul Elliott, der anmerkt:

Diskriminierung im europäischen Fußball ist eine komplexe Angelegenheit und kann sich auf viele unterschiedliche Formen äußern. Das ist genau der Grund warum die Arbeit von FARE so wichtig bleibt. Die gute Verankerung des Netzwerks in so vielen Ländern erleichtert es, Trends zu beobachten und konkrete Maßnahmen zu setzten.

Kurt Wachter von der österreichischen FARE-Gründungsorganisation FairPlay-vidc sagt:

Das FARE-Netzwerk hatte in der vergangenen Dekade viele Erfolge zu verbuchen. Wir werden uns bei der Konferenz aber nicht mit einer Rückschau begnügen, sondern aktuelle Probleme und Herausforderungen angehen, etwa unser ehrgeiziges Arbeitsprogramm für die UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine oder auch konkrete die Bekämpfung von Homophobie im Fußball.

Am Sonntagabend findet in den SK Rapid-VIP-Räumlichkeiten des Gerhard-Hanappi-Stadions ein FARE Medienempfang statt. Die RednerInnen-Liste bei dem Empfang umfasst VertreterInnen der UEFA, des Österreichischer Fußball-Bunds, der Österreichischen Bundesliga, der EU-Grundrechteagentur (FRA) und der Stadt Wien.

Die TV-Sportjournalistin Elisabeth Auer moderiert zudem eine Gesprächsrunde mit aktiven und ehemaligen Spielern wie Paul Elliott, Samuel Koejoe (Dunajská Streda, Freiburg), Yves Eigenrauch (Schalke 04) und Oliver Prudlo (Wacker Innsbruck), dem Vorsitzenden der Vereinigung der Fußballer (VdF).

“Football for Equality: Challenging Racism and Homophobia across” wird von der UEFA, der Europäischen Kommission und der Stadt Wien unterstützt.

Anmerkungen
Medien-VertreterInnen sind herzlich zu dem FARE-Empfang am Sonntag den 13. Dezember 2009 um 19:30 Uhr im Gerhard-Hanappi-Stadion (VIP Nord) eingeladen. Interessierte JournalistInnen werden ersucht, sich anzumelden.

Kontakt und Anmeldung
Elisabeth Kotvojs
FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel / vidc
Tel. (0043 1) 7133594 97
E-mail: kotvojs@vidc.org

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Anti Sexismus Aktion wurde vom Verein Hannover 96 behindert

13.November 2009

Auch die Hannoversche Fanszene wollte sich in diesem Jahr an der FARE Aktionswoche beteiligen. Jedoch wurde die Brigade Nord vom Verein  massiv daran gehindert.  Bereits im Vorfeld wurde eine Aktion angekündigt und der Hannoversche Webmaster gab schnell die Rückmeldung, der Verein wolle die Aktion unterstützen. Ein paar Tage vor der geplanten Durchführung meldete man sich erneut und wies auf die Verwendung eines „fiktiven Sprechers“ hin  (was mit den Gruppenstrukturen der BN 99 zu tun hat) und die Brigade Nord wurde als „Kindergarten“ bezeichnet. Zudem rief der Verein die Lokalpresse dazu auf, nichts über die geplante Aktion zu berichten. Dadurch wurde durch formelle Kritik der Inhalt der Aktion abgewiesen.

Die Brigade Nord kritisierte den Verein wegen der Verwendung eines sexistischen Plakates.Seit Jahren wirbt Hannover 96 nämlich mit dem Plakat „Ich bin 96 weil Kurven sexy sind“. Zu sehen ist Katrin Schwarz vor der Südkurve. Da mit „Kurven“ Brüste gemeint sind, werden dadurch weibliche Fans als Sexobjekt dargestellt. Die BN forderte, dass das Plakat ersatzlos aus dem Programm gestrichen wird. Trotz der Behinderungen seitens des Vereins wurde die Aktion durchgeführt. Während des Spiels gegen Stuttgart hielt die Gruppe ein Transparent mit der Aufschrift „All Gender Are Beautiful“ hoch, das jedoch vom Stadion TV ausgeblendet wurde.

All Gender Are Beautiful Foto: Brigade Nord

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FARE Aktionswoche 2009-ein Rückblick

13.November 2009

Arbeitsbericht von der FARE Action Week 2009

VfB Oldenburg

Nach längerer Pause war es wieder Mal an der Zeit sich als Oldenburger Fanszene an der FARE Actionweek zu beteiligen. Da in dem vorgesehenen Zeitraum ein Auswärtsspiel und ein spielfreies Wochenende anstanden entschloss man sich dazu, bereits eine Woche vor der eigentlichen Aktionswoche zum Spiel gegen Bad Rothenfelde die Aktivitäten in Oldenburg statt finden zu lassen. In diesem Jahr beschäftigten wir uns mit der Fragestellung was Menschen eigentlich vom VfB ausgrenzt. In verschiedenen Arbeitsgruppen schlossen wir uns zusammen um über diese Themen zu diskutieren. Herausgekommen ist am Ende eine 22 seitige Broschüre zu den Themen Krankheit/Behinderung, Fremdenfeindlichkeit, Geschlechterrollen. Homophobie und Armut. Informativ wird darin auf die Probleme hingewiesen und Vorschläge gemacht, wie man etwas an der jeweiligen Situation verbessern kann.

In dem Text zu „Krankheit/Behinderung“  wird in erster Linie auf die Situation der Rollstuhlfahrer am Marschwegstadion hingewiesen. Diese müssen bei Wind und Wetter auf der Tartanbahn stehen und das ist nicht gerade angenehm bei typisch Oldenburger Wetter. Zwar wendeten sich die Betroffenen in der Vergangenheit bereits schon mehrfach an den Verein und an die Stadt, aber da die Zukunft des Stadions ungewiss ist, werden keinerlei Umbaumaßnahmen in Erwägung gezogen. Es liegt also in unserer Hand, sich Gedanken über eine vorübergehende Lösung  (z.B. den Bau einer Rampe) zu machen.

Im „Homophobie“ Text werden Beispiele für homophobe Beleidigungen im Stadion genannt und es wird beschrieben, welchen Druck und welcher Belastung homosexuelle Fußballprofis ausgesetzt sind (bis heute gab es keinen bekannten deutschen Spieler der sich geoutet hat). Zudem wird darauf hingewiesen, dass der DFB im Zuge seiner Satzungsänderung in der Antirassismuspassage auf den Begriff Sexualität verzichtete und bis heute keinerlei Bemühungen anstellt sich mit der Thematik auseinander zusetzen. Es ist unsere Aufgabe,  andere Stadiongänger  bezüglich der Thematik zu sensibilisieren.

Immer noch nicht selbstverständlich für einige Fans ist zudem, dass auch Frauen gerne ins Stadion gehen obwohl sie aus gleichen Gründen wie Männer zu Fußball gehen: um 90 Minuten lang 100 Prozent Vollgas zu geben und die Mannschaft lautstark anzufeuern. Nicht etwa um andere Spieler anzuhimmeln oder den eigenen Mann zu begleiten. In dem Text, der sich mit dem Thema Geschlechterrollen beschäftigt werden zahlreiche Beispiele genannt warum Frau sich im Stadion immer noch Fehl am Platze vorkommt. Ob dies nun Gesänge wie „Wir sind alles Oldenburger Jungs“ oder „Wir ficken für Geld-auf der ganzen Welt. Steck ihn rein-zieh in raus für den Verein“ sind oder aber „frauengerechte“ Fanartikel sind die sich typischer Stereotypen bedienen, wie z. B. das VfB Girlie Shirt „I love shoes, bags and Football“. Leider zieht desbezüglich auch die FIFA mit. Der Slogan für die kommende Frauen Fußball WM lautet „20 Elf von seiner schönsten Seite“ . Es wird also indirekt dafür geworben, dass es bei der WM vor allem hübsche Frauen zu begutachten gibt. In dem Broschürentext werden aber auch beispielhafte Aktionen einiger Fanszenen aufgezeigt, die dem ganzen etwas entgegen setzen und als Vorbild für die eigene Fanszene dienen sollen.

Sehr interessant ist auch der Text zum Thema Armut, in dem beschrieben wird, welche Kosten bei einem Stadiongang eigentlich auf sozial schwächere Menschen zukommen. Da inzwischen elf Millionen in Deutschland von Armut bedroht sind steigt die Zahl derer, die aus Geldmangel keine Fußballspiele besuchen können enorm an- gerade in Zeiten der Kommerzialisierung. So ist auch die Oberliga Niedersachsen West für einige Fans zu kostspielig und sie können es sich nicht leisten, immer und überall wo die Lieblingsmannschaft spielt, dabei zu sein.  In dem Text werden im Folgenden die Stehplatzpreise und Ermäßigungsmöglichkeiten in der Oberliga miteinander verglichen. Anschließend daran wird dazu aufgerufen, sich dafür einzusetzen, dass  finanziell schlechter gestellte Fans der Zutritt in die Stadien und zum Fußball nicht verwehrt bleibt. Denn Fußball sollte für alle da sein und nicht nur für Leute, die genug Geld haben um es sich leisten zu können.

Abgerundet wird die Broschüre mit einem Text über Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen. Es wird auf alt bekannte Beleidigungen eingegangen und auf die Rekrutierungsversuche rechtsradikaler Organisationen. So wird zum Beispiel erwähnt, dass die NPD kürzlich wieder versucht hat, finanziell angeschlagene Vereine wie den KFC Uerdingen oder Wattenscheid 09 zu unterstützen um so ihr Image aufzubessern und auf sich aufmerksam zu machen. Es werden aber auch verdeckte, weniger provozierende  Nazi Dresscodes wie z.B. Thor Steinar vorgestellt, die des Öfteren getragen werden um salonfähiger zu werden. Anschließend werden auf Organisationen wie B.A.F.F. hingewiesen, die versuchen rechte Ideologien einzudämmen und es wird dazu aufgerufen als Stadiongänger nicht wegzuschauen wenn Nazis versuchen im Stadion Fuß zu fasen.

Jeder thematische Schwerpunkt hat übrigens von uns eine bestimmte Farbe erhalten. Diese sollten in eine dazugehörige Choreographie eingebaut werden. Herausgekommen ist eine riesengroße VfB Zitrone, welche die Farben der jeweiligen Themen zierte und die in unserem Block hochgehalten wurde. Dazu wurde ein Spruchband im FARE typischen Layout und mit unserem diesjährigen Motto erstellt: „VfB kennt nur eine Grenze: Diskriminierung“ . Dieses wurde vor dem Block präsentiert.

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FARE-Aktionswoche 2009 in Oldenburg

9.Oktober 2009


Zwischen dem 15. und 27.Oktober 2009 findet europaweit wieder die FARE-Actionweek statt. Den meisten VfB-Zuschauern dürfte das bereits ein Begriff sein, denn die Oldenburger Fanzene beteiligte sich schon 3x (2002, 2003, 2004) an der jährlichen Aktionswoche. Dennoch möchten wir mindestens den vielen neuen VfB- Anhängern die Wichtigkeit und die Hintergründe von FARE und unserem Engagement näher bringen.

FARE09_logo01

FARE ist eine Abkürzung und steht für „Football Against Racism in Europe“ (Fußball gegen Rassismus in Europa). Es ist eine europäische Initiative mit dem Hauptsitz in Wien. Von dort aus werden mit finanziellen Mitteln u.a. der Europäischen Union verschiedene Projekte und Aktivitäten zu den Themen Rassismus und Diskriminierung allgemein gefördert. FARE ist hier hauptsächlich als Netzwerk- Knotenpunkt tätig und verbindet die verschiedenen europäischen nationalen Fanzusammenschlüsse und die jeweiligen vereinsbezogenen Organisationen miteinander. In Deutschland ist z. B. das Bündnis Aktiver FußballFans (BAFF) einer der angeschlossenen Partner, über den sich der Kontakt und der Austausch nach Oldenburg herstellte. Dieses geschah ursprünglich über VfB- Fans aus der Oldenburger Faninitiative (OFI), umso schöner ist es dieses Jahr aber, daß sich auch Fans, die nicht direkt in der OFI organisiert sind, aktiv beteiligen.

Ja, aber was wollen wir? Was wollen all die anderen Fanszenen in Deutschland und in ganz Europa in den Tagen der FARE-Aktionswoche? Außer ihre jeweiligen Teams siegen sehen natürlich…

Seit Anbeginn unseres Sports heißt es: „Fußball verbindet“. Doch was steckt dahinter? Oder ist dieses nur eine schöne und gut gemeinte Floskel? Wir meinen:“Nein!“ Der Fußball ist, wahrscheinlich mehr als alles andere, der absolut größte verbindende Treffpunkt zwischen den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen. Wohl nirgendwo sonst begegnen sich derart viele (vermeintlich) verschiedene Menschen, um über ein eigentlich einfaches Spiel immer wieder neue Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Viele von uns allen genießen dieses spannende Erlebnis bewusst, im Durchschnitt mindestens einmal pro Woche und mitunter bereits seit mehreren Jahrzehnten. Doch ist diese Welt wirklich für alle heil und genauso mitreißend und angenehm wie für dich und mich, die wir vielleicht als „Normalbürger“ selten ernste Beeinträchtigungen bei unserem Hobby erleben? Gewiss: In Oldenburg ist einiges übersichtlicher, vielleicht familiärer. Bestimmt sind einige Probleme in unserer „ruhigen“ Großstadt nicht so in der Breite offensichtlich, wie in anderen Brennpunkten der Welt. Aber gerade das ist es: Es ist oftmals nicht offen sichtbar, wahrnehmbar, aber eben doch vorhanden! Es sollte uns allen, ob „einfacher“ Fan oder Funktionsträger, stets bewusst sein, dass auch bei uns als Teil der Gesellschaft immer noch Menschen gibt, die sich aus unterschiedlichen Gründen hier nicht immer wohl fühlen. Sei es nun aus ehrlicher Menschlichkeit oder der „Großartigkeit“ unserer Parallelgemeinde VfB, jeder einzelne von uns trägt immer dazu bei, Menschen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen oder sie auszugrenzen. Und das ist die Frage, die wir uns konkret in diesem Jahr stellten: „Was (in Wort oder Tat) grenzt Menschen vom VfB aus?“ Wie bereits oben erwähnt, haben sich mehrere VfB- Fans im Vorfeld zusammen gesetzt und verschiedene Punkte ausgearbeitet. Diese Punkte findet ihr nun hier in dieser Broschüre, in der heutigen Choreographie zu Spielbeginn sowie auf der extra erstellten Internetseite unter http://www.area97.de/fare09. Mit Sicherheit gibt es zu den folgenden Themen noch viel, viel mehr zu sagen, deshalb haben wir es uns auch zum Ziel gesetzt, die Aufmerksamkeit für die Probleme nicht nur auf den heutigen Tag zu konzentrieren, sondern im Sinne von Nachhaltigkeit weitere Aktionen und Diskussionen in der nächsten Zeit folgen zu lassen. Wir würden uns freuen, wenn ihr die Möglichkeit nutzt, auf unserer Homepage mit zu diskutieren.

Abschließend ein großes „Danke“ an alle HelferInnen und viel Spaß & drei Punkte für uns!

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