Zwischen Wochenend-Show und Bürgerzentrum

Die Idee eines neuen Stadions in der geplanten Freizeitmeile der Stadt Oldenburg hinter den Weser-Ems-Hallen erhielt bereits zum heutigen Tag eine äußerst breite Zustimmung. Nur was kann ein Stadion, neben den Mindestanforderungen für den „modernen“ Sport, zusätzlich bieten und zu was ist es eventuell „verdammt“? Im Folgenden dazu nun einige Gedankenspiele und Überlegungen von uns.
Was hat sich überhaupt in der Thematik „Stadionbau“ in den letzten Jahrzehnten verändert? Welche Ansprüche, Möglichkeiten und Zwänge haben sich in der Gegenwart aufgetan? Wenn man die Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland vielleicht als Startschuß massiver Bauaktivität in diesem Sektor sieht, muß man doch feststellen, daß sich das „klassische“ Stadion im Laufe der Jahrzehnte vom nahezu reinen Sport-Nutzbau zum mancherorts vielschichtigem „Event-Tempel“ entwickelte. Allein die hergebrachten Finanzierungen zwischen Kommunen, Verbänden und ansässigen Sportvereinen hat heute in der Form kaum noch bestand. Die öffentlichen Träger und die Clubs, die nicht an den großen Fernseh-Töpfen hängen, haben aktuell kaum noch Möglichkeiten, die Erhöhung der modernen Standards, z.B. im Komfort-Bedarf, finanziell zu schultern. Also benötigt es weiterer Wege und Modelle, wenn man ein solches Großprojekt dennoch realisieren will.
Nur für uns ist ein Modell dann noch lange nicht „gut“, weil es sich irgendwie passabel finanzieren läßt. Der Grundgedanke sollte sein, wie es zu schaffen ist, daß nicht nur die finanzierenden Kräfte (Sponsoren) von einem Stadionbau profitieren können, sondern eben auch die Nutzer und Bürger der Stadt Oldenburg.
Wir glauben aber, daß darin nicht zwangsläufig ein unüberwindbarer Gegensatz liegen muß. Zwar wäre ein Welt ohne Beeinflussung durch eine „Profitgedanken“ auch reizvoll, aber in Anbetracht dieser Debatte wären diese Bau-Größenordnungen in der Gegenwart nicht zu realisieren. Denn ferner könnte auch das „zurückfliessende“ Geld der Unternehmen an den Bürger ebenso eine Gerechtigkeit beheimaten. Diese Grundsatzdiskussion möchten wir hier aber nun nicht vertiefen, da wir von den möglichen extrem positiven Faktoren eines funktionierenden Stadions für die Menschen in Oldenburg mehr als überzeugt sind.
Aber gerade deshalb bleibt die Frage, welche Wege beschritten werden könnten, um Finanzierung und Allgemeinwert nicht als Gegenspieler auf der Bühne zu haben. Dazu nun vorerst drei Denkvarianten. Bei allen Ideen geben wir natürlich mit auf den Weg, daß hier getätigte Annahmen von Fachkräften oder zu erstellenden Studien im Sinne des gesamten Projekts geprüft werden sollten.
Das Sponsoren-Stadion
Gewiss steht der geneigte Fußball-Liebhaber auf das reine Erlebnis zwischen Teams und Zuschauern, ohne Schnickschnack irgendwelcher Einkaufsstraßen und sonstiger Konsumtempel. Das Stadion erlebt den Wert aus den Dingen im Inneren, dem (Ersatz-)Kampf zweier Teams und seiner Anhängerschaft. Es bedarf keiner Verhüllung einer Fassade. Innen ist wichtig, Aussen dagegen überhaupt nicht. Im Gegenteil, das verpackte Äussere ist ein zweifelhafter „Bonus“, der die Konzentration auf die „Kampfstätte“ vermindert, der vom Wert des emotionalen Inneren ablenkt und den Dreh- und Angelpunkt der Leidenschaft in die Reihe weichgespülter und sachlicher Alltagsgebäude einer Stadt eingliedern kann. Ein Stadion darf, nein, muß als Solches zu erkennen sein, möglichst von überall (deshalb auch der Wunsch nach Flutlicht-Masten). Unverkleidete Tribünenstufen von aussen erkennen zu können, steigert die Vorfreude und Euphorie auf das zu erwartende Geschehen im Inneren. Die Menschenströme, die die Stadiontribünen über große Treppenanlagen sichtbar betreten oder verlassen, bezeugen mit Inbrunst das Leben dieses Bauwerks. Dagegen fallen Zugangs-“Löcher“ in einer Fassade wahrlich ab.
All das spräche für eine unverkleidete Variante. Zumal ein wichtiger Punkt noch dazugehört: Kosten. Zuallerst die erhöhten Baukosten, für ein Element, daß rein gar nichts zur Grundfunktion, dem Sportbetrieb, beisteuert. Und zweitens würde eine, wieder aus Kostengründen, eng bemessene Fassade die Erweiterung mit zusätzlichen Rängen (bei Bedarf durch wachsenden Zuschauerzuspruch) erschweren und mindestens den architektonischen Grundentwurf angreifen.
Wie aber ist ein reines Stadion zu finanzieren? Noch (!) befindet sich das allwöchentliche Zugpferd des Stadions, der VfB Oldenburg, nicht in den Liga-Gefilden, um mit den erhöhten Einnahmen und normalen Sponsorengeldern die Einlagen ohne weitere Hilfe wieder einspielen zu können. Zumal eine sportliche Entwicklung (zum Glück) nicht letztendlich planbar ist und der Verein schließlich parallel zu steigenden Investitionen z.B. im sportlichen Bereich partizipieren müßte.
Selbstverständlich bietet auch eine gewollt spartanische Variante die Voraussetzungen, um größere Konzerte u.ä. dort zusätzlich abzuhalten. Doch kann das allein die Baukosten tragen? Schließlich stehen mit dem Weser-Ems-Hallen-Komplex und der EWE-Arena weitere Großkaliber für obige Veranstaltungen zur Verfügung und für diese ist es derzeit auch kein Wunschkonzert, zwischen den Polen Bremen und Emden bestehen zu können. Es darf also Zweifel bleiben.
Was bliebe, wäre die Nutzung eines neuen Oldenburger „Leuchtturms“ (und der dazugehörenden Euphorie) durch einen Großsponsor, der exklusiv mit seinem Namen das Stadion und seine Bezeichnung „ziert“. Aber nur die Exklusivität und die Werbebreite ums Stadion würde für ein Unternehmen die Investition rentabel gestalten. Allerdings: Je „unöffentlicher“ die Liga des VfB Oldenburg ist und je weniger namhafte sonstige Veranstaltungen stattfinden, umso mehr Aufwand wird für die Refinanzierung benötigt. Wenn ein Großsponsor dafür zu finden ist, wird er im höchsten Maße die werbemäßige Ausgestaltung beeinflussen. Das wäre dann aber wieder der Punkt, daß das Stadion als reiner Fußball-Tempel minimiert wird.
Wir halten es zudem für sehr bedenklich, wenn das leidenschaftliche Treiben rund um unseren Fußballverein in der Öffentlichkeit nur (!) mit einem Unternehmen oder einem Produkt in Verbindung gebracht werden würde, wenn jede irgendwie zu plakatierende Fläche mit den Slogans und Farben des Unternehmens vollgekleistert wäre und der Schriftzug auf dem Stadion in einer Überproportionierung mehr auf eine Fabrik denn auf ein Stadion deutet. Man stelle sich außerdem nur den Fanschal-Untertitel „Die Macht von der MaggiFix-für-Hackfleisch-Arena“ vor. Von nahezu perversen Entwicklungen wie im Fußball in Österreich mit RedBull Salzburg und z.B. im deutschen Basketball mal ganz abgesehen. Letzteres wäre jedenfalls mit uns nicht zu machen, weil es auch einfach kein Gewinn mehr für unsere Fanszene sowie unseren Verein wäre, im Gegenteil. Daß ein neues (!) Stadion den Namen eines Großsponsors bekommt, bleibt beileibe kein Wunschgedanke, wäre aber, mit abzuklärenden Vorgaben, kein genereller „Tötungsgrund“ des Projekts.
Und was hätte eine ganz reduzierte Version im Wochenalltag zu bieten, wenn gerade kein Spiel oder Konzert ist? Vielleicht nur eine betongraue, tote Immobilie, deren Anblick nur von der Vorfreude auf das Wochenende lebt? Das wäre für Puristen (wie uns) nicht das Schlimmste, aber dem Umfeld des Standorts wäre mit zusätzlichen Facilities besser geholfen.
Der Konsum-Tempel
Es gab und gibt immer wieder Stadionplanungen, die den reinen Nutzbau in einen großen kommerziellen Gesamtkomplex anlegten oder zumindest anlegen wollten. Zugegeben: Die jetzt vorgestellte Variante ist weder die allgemein Erfolgreichste noch unser Favorit. Aber sie kann mit einzelnen Aspekten zur Gesamtdiskussion beitragen.
Was aber meint ein „kommerzieller Gesamtkomplex“ oder „Konsum-Tempel“? Davon ausgehend, daß der Funktionsumfang für den Fußballbetrieb als ein Kern gesetzt ist, sind nahezu grenzenlose weitere Funktionsmöglichkeiten denkbar. Projekte wie z.B. in Groningen waren ursprünglich mit wesentlich größeren Umfang angedacht. Neben dem Stadion sollte ein riesiger Gebäudekomplex zusätzlich Büro-, Wohn- und Einzelhandelsflächen umschliessen. Da für dieses Bauvorhaben sowieso eine Infrastruktur mit Straßenanbindungen, Parkplätzen, Marketing etc. benötigt wird, ergeben sich für die Einzelkomponenten kostensparende Synergie-Effekte. Diese Kostenvorteile können dafür genutzt werden, den Gesamtkomplex u.a. über Mieten für Gewerbe und Wohnen rentabel zu gestalten und den Stadionkern mitzutragen.
Die Überlegung wäre demnach, was für Oldenburg umsetzbar oder gewollt wäre. Eines ist für uns relativ klar: Auch gemessen an den obigen Aussagen in puncto „Verwässserung“ des Fußball-Aspekts würden wir das Stadion als Einkaufszentrum schlichtweg vehement ablehnen.
Abgesehen von unserer ideellen Verweigerung und den Intentionen der Planungsvorgaben der Stadt Oldenburg in Richtung einer „Freizeitmeile“ erscheint es auch wirtschaftlich wenig sinnvoll, einen aggressiven Konsum- und Dienstleistungs-Giganten auf einem Gelände zu installieren, daß das bestehende Gewerbe im Stadtteil Donnerschwee schwächen würde und zudem eine Konkurrenzsituation zu den neuen Schlosshöfen in der Innenstadt und dem gerade im Aufbau befindlichen Unterzentrum rund um das alte VfB-Stadion (mit diversen Supermärkten) schaffen könnte. Im übelsten Fall würde alle drei Faktoren verlieren. Also insgesamt eine Variante, die mit derart starkem Zweifel betrachtet werden sollte, sodaß ein Engagement hierfür einfach falsch wäre.
Was also tun? Die bisher aufgezeigten Möglichkeiten bieten, zumindest in der Reinform, zu viele negative Randerscheinungen. Gibt es einen Kompromiss, der im Zusammenspiel der Faktoren sogar weitere positive Aspekte hat und zudem, unausweichlich zwingend, finanzierbar ist?
Letztendlich, wie eingangs geschrieben, kann nur von jeweiligen Fachleuten abschließend geklärt werden, ob folgenden Ansätze lediglich Utopie und Träumerei sind. Wir möchten dennoch hier eine kleine Vision anreissen, die nach unserer Meinung, die Kraft haben könnte, den größtmöglichen Konsens herbeizuführen.
Das Bürgerzentrum
Wir sehen Fußball und sein immenses Umfeld als Kultur und dadurch unzählige Überschneidungen in das Leben einer Stadt und seiner Bürger. Auch wenn es von vielen (noch) nicht derart wahrgenommen wird. Als am Anfang des Jahres 2007 der Begriff des „Bürgerstadions“ fiel, hatte das einen ehrenwerten Hintergrund, nur zielte es im Konkreten eher auf die Vorfinanzierung und die Mitgestaltung zum fertigen Endprodukt. Wir glauben aber, daß eine Bürgereinbindung auch über den Punkt der Fertigstellung hinaus dem Projekt mehr als zuträglich und wünschenswert ist.
Die Vision könnte wie folgt aussehen:
Ein Stadion, daß architektonisch an drei Seiten relativ offen ist, sprich: ohne komplett schließende Fassade. Vielleicht gespickt mit einzelnen kleineren Gebäudeteilen, dennoch durch das reduzierte Bauvolumen kostengünstiger und unkomplizierter bei Bedarf erweiterbar. An diesen Seiten (Nord, Ost, Süd) wäre das Stadion zudem als Solches erkennbar. Hier handelt es sich in Übrigen um die Seiten, die dem Hauptverkehr um den Bahnhof und den ZOB abgewandt sind und auch marktwirtschaftlich in dieser Lage mit Vorsicht zu geniessen wären, da mögliche Kundenströme hierhin nur erschwert lenkbar sind. Die Westseite, mit der neuen LzO-Hauptverwaltung und der EWE-Arena im Blick wird auch bei entsprechender Vorplatzgestaltung ein funktionierender Magnet für weitere Einrichtungen und Gewerbe sein können. Hier könnte ein großer Vorbau an der Haupttribüne entstehen, in dem die Synergien aus der vorangegangenen Variante zum Tragen kämen.
Nur wie kann dort etwas lebendig und dauerhaft funktionieren, wo doch ansonsten derzeit nachts alles eher tot erscheint und es selbst für mögliche Kunden aus dem Stadtteil nicht ansprechend ist? Eines sollte hierbei vorab klar sein: Wenn von der Funktion eines Stadions und eines möglichen Bürgerzentrums die Rede ist, gilt es auch die Entwicklungen des Geländes in der Zukunft zu betrachten (siehe Graphik). Wohnbebauung ist bisher nicht vordringlich für dieses Gebiet vorgesehen. Eher die Bandbreite von direkten Freizeiteinrichtungen bis hin zu mittleren Büroflächen in einem Gürtel bis zum Baskets-Trainingscenter sowie dem VfB-Jugendleistungszentrum. Der erste große Schritt hierzu entsteht bereits: Der LzO-Hauptverwaltung mit einer Vielzahl an Beschäftigten, tagtäglich vor Ort. Für diese und für weitere Arbeitnehmer in Zukunft an dieser Stelle könnte das Stadion Facilities beherbergen, die bisher im Stadtteil so noch nicht vorhanden sind. Denkbar sind vielleicht Fitness- und Wellness-Einrichtungen, kleinere Cafés/Bars sowie kleinere (!) sonstige Shops etc.. All diese könnten über Mieten zur Refinanzierung beitragen. Nur eine solche Wunschpalette, die tagtäglich bei nahezu allen Projekten herbeigequält wird, aufzuzählen heißt noch lange nicht, daß das allein für das jeweilige Gewerbe wirklich lukrativ ist. Dazu braucht es mehr.
Und für dieses „mehr“ kann eben ein Fußballstadion sorgen! Denn aus dieser obigen Ansammlung würde nur wenige Gewerbetreibende nachhaltig an diesem Ort überleben, wenn nicht eine Art „Dauerbetrieb“ gewährleistet ist, der auch immer wieder neues Kundenpotenzial an die Maastrichter Straße spült. Für den Kern des Dauerbetriebs würde, nebenbei mit Räumen für VfB-Geschäftsstelle, Fan-/Sportshop, unter Garantie ein Fanzentrum dienen. Dieses wird, unter Berücksichtigung der zu erwartenden immensen Steigerung des Fanaufkommens, zum lebendigen Dreh- und Angelpunkt des Komplexes werden und zusätzlich aus dem Umland durch den Mittelpunkt des ÖPNV (Bahnhof/ZOB) gespeist werden.
Aber, dem nicht genug, wäre die Palette in dieser Richtung zu erweitern: Neben den kommerziellen Mietern könnten weitere Räume zur Lebendigkeit beisteuern. Angefangen von Veranstaltungssälen für kleinere und mittlere Konzerte usw. bis hin zur einfachen Nachhilfeschule oder ähnlichen Institutionen können dynamische Kunden-/Bürgerströme geschaffen werden, deren Nutzen sich gegenseitig befruchten. Und permanentes Treiben läßt die Nutzung des Bürgers annehmlicher gestalten, als ein sonst verlassener Wochenend-Bau.
Wenn zusätzlich die Platzgestaltung zu einer weiteren Steigerung des Annehmlichkeits-Faktors beiträgt, hat dieser Standort die Chance, das neue Zentrum im bisher brachliegenden Süd-Donnerschwee zu werden.
Und das alles mit dem Effekt, daß es sich, zumindest in Teilen, selbst refinanziert. Ob das in der Gänze gelingen kann und welche Bereiche überhaupt für den restlichen Stadtteil von Donnerschwee sinnvoll sind, muß hierbei natürlich noch geklärt werden.
Aber wenn (wahrscheinlich) trotzallem potente Großsponsoren die gewichtigen „Anschubfinanzierungen“ leisten müssen, können sie allemal in einem Umfeld agieren, dessen Image über jeglichen Zweifel erhaben ist.
Vielleicht wäre bei einer stärkeren Ausprägung der sozialen Komponente, alles gebündelt in einem Zentrum, auch eine Art „Sozial-Engel“ (ähnlich wie der ehemalige ‘blaue Engel’ für Umweltbewußtsein) umsetzbar. Ein zu kreierendes Label, mit welchem sich Firmen präsentieren können, die materiell zur Unterstützung des Projekts beitragen.
Insgesamt gäbe es zu diesem Thema sicher noch massenhaft ‘Pro’ und ‘Contras’ zu diskutieren und Details „feinzuschleifen“ oder näher auszuführen. Was wir auch bestimmt noch weiter tun werden. Aber hier endet dieser Artikel vorerst und wird der Kommentar-Funkion überlassen.


Am 2. Dezember 2007 um 11:30 Uhr
Super wenn das mit dem Stadion klappen würde, habe noch eine Frage ob eine Anzeigetafel noch geplant ist denn wenn man ein neues Stadion Bauen tut den denke ich das eine Anzeigetafel dazugehört,wenn man später andere Ziele haben tut
mit freundlichen gruß
Frank Olthoff
Am 3. Dezember 2007 um 10:59 Uhr
Ein sehr guter Artikel, Jost. Ich denke man sollte hier mal analysieren, welche Einrichtungen in der Donnerschweer Umgebung noch fehlen. Die Kombination aus neuer LzO, GSG, Bahnhof, eventueller weiterer Geschäftsbebauung westlich der GSG, Besuchern des Fanzentrums, der Freizeitmeile sowie von Veranstaltungen in der WEH/EWE-Arena macht bereits einen großes und vor allem konstantes Umsatz- bzw. Besucherpotenzial aus. Schafft man zudem Angebote, die zusätzlich Kunden “ziehen”, also Menschen aus den Bereichen südlich des Bahnhofs und die Anlieger aus den Wohngebieten im Norden motivieren, das Stadion außerhalb der Spieltage zu besuchen, hat man ein solides Kundenaufkommen. Denkbar als deratige Frequenzbringer wären zum Beispiel oben genannte Fitness- und Wellness-Einrichtungen, welche dann praktischerweise auch durch die Spieler des VfB mitgenutzt werden könnten. Das Stadion als Bürgerzentrum hat definitiv Potenzial!
@Frank Olthoff:
Moderne Arenen werden heute nicht mehr ohne Anzeigetafeln gebaut. Die bisher präsentierten Entwürfe weisen auch alle zwei Anzeigetafeln in gegenüberliegenden Ecken des Stadions auf. Siehe http://www.area97.de/stadion/wp-content/uploads/2007/11/innen1.jpg (hinten mitte) und http://www.area97.de/stadion/?attachment_id=94 (vorne rechts).
Am 12. Dezember 2007 um 11:53 Uhr
Hallo zusammen,
eine Einladung für alle diejenigen, die gern und ständig ihre Ideen und Vorhaben einbringen möchten. Ich denke daran, dass die Leichtathleten ja auch gern im neuen Stadion ihren Sport ausüben wollen oder wie wäre es mit einem wettkampf tauglichen Schwimmerbecken für die Olympia-Bewerbung in ferner Zukunft?
Anfangs stand die Idee eines Fussballstadions, mittlerweile werden hier konsumfreudige Gehinrspinste ausgelebt. Mit Verlaub:”Das hat mit Fussball nichts zu tun”. Auch wenn der VfB Oldenburg in naher Zukunft nichts aus den Fernsehtöpfen bekommt, denkt nicht an den Ausverkauf und lasst bitte die Fans ins Stadion und nicht die Champions League Dauerlangweiler. Was sagt eigentlich der Ordnungsapperat zu deratigen Ideen?
Ist es tatsächlich möglich Stadion, Geschäfte und private Wohnanlagen in unmittelbarer Nähe verschmelzen zu lassen?
DS
Am 20. Dezember 2007 um 17:32 Uhr
Hallo!
Wahrscheinlich wird dieser Beitrag für erheblichen Wirbel sorgen.
Ich habe seit einiger Zeit die Diskusion über einen Stadionneubau in Oldenburg verfolgt. Vieles kam mir, wie immer, sehr Oldenburgisch vor. Ich denke, Oldenburg muss nicht provinziell, sondern selbstbewusst denken.
Es gibt einen Sponsor der gerne in eine traditionsbewusste Metropole, so wird Oldenburg in den Besprechungen genannt, investieren möchte. Allerdings wird in diesen immer wieder darauf hingewiesen, dass Oldenburg sich selber im Wege steht. Weder war Oldenburg in der Lage eine vernünftige Arena noch ein vernünftiges, der Stadt angemessenes Schwimmbad zu bauen. Von der Diskusion um Ikea, ECE, Famila mal ganz abzusehen. (Nicht ECE wird Schaden anrichten in Oldenburg, sondern Famila wird Schaden anrichten, wenn ECE nicht der ganz große Wurf gelingt.) Dieser Sponsor ist gewillt ca. 18 Mio. Euro in Oldenburg (Oldenburg und Summe werden direkt diskutiert) zu investieren. Wenn allerdings die Diskusionen über Anfahrtswege, Bürgerbegehren, Stadiongröße (gefordert sind ca. 30.000 Plätze) weitergeht, wird sich dieser Sponsor auf einen anderen Verein konzentrieren (Oldenburg ist aber klarer Favorit). Wenn jemand also lieber möchte, dass Traditionsmannschaften wie Fortuna Düsseldorf oder Waldhof Mannheim (diese werden diskutiert) nach vorne gebracht werden, dann macht weiter so. Sollte dies als Spinnerei, wie es in Oldenburg usus ist abgetan werden, antwortet auf diesen Beitrag nicht. Mit welcher Berechtigung dieser Beitrag geschrieben wird? Ich bin seit 1991 (Radek Druuuuulak) möglichst bei jedem Heimspiel im Stadion am Marschweg obwohl ich in einem Konzern in Hamburg arbeite………….
Am 21. Dezember 2007 um 14:40 Uhr
Super Seite hier, und wirklich sehr Informativ!
Ich hoffe, dass es mit dem Stadion klappt…
Ansonsten
Gruss
Thomas
Am 25. Dezember 2007 um 22:00 Uhr
@M.Ehlers: So ganz habe ich derzeit die Grundintention des Kommentars (und was es konkret mit meinem Artikel zu tun hat) nicht verstanden.
Am 26. Dezember 2007 um 05:14 Uhr
@m.ehlers
in welcher hinsicht dein kommentar großen wirbel entfachen soll bleibt mir auch unersichtlich. ich glaube jeder der sich mit der thematik ein wenig befasst hat, wird wissen welche probleme auftauchen werden. dein artikel ist von vorne bis hinten undurchsichtig.
Am 29. Dezember 2007 um 19:05 Uhr
Ich lese immer wieder was von einer “offenen Bebauung” des neuen Stadions, aus welchen Gründen auch immer.
Also eine solche Bebauung haben wir schon am Marschweg! Egal ob zwischen den beiden Rängen, dem Oberrang und dem Stadiondach oder beim Bierstand - macht das Stadion bitte wetter- vor allem aber windfest!!!
Am 22. Januar 2008 um 17:59 Uhr
Hallo Jost,
Dein Artikel ist wirklich klasse geschrieben! Du bringst sehr viele Aspekte ins Spiel und liefert damit reichlich Denkanstöße! Der Bereich der Haupttribüne ist meiner Meinung auch gut dazu geeignet, um dort kleinere (!) Unternehmen anzusiedeln. Gerade den Wartenden am Bahnhof (die nicht genug Zeit haben, um in die Stadt zu gehen) könnten dort attraktive Geschäfte den Aufenthalt versüßen - von mir aus auch Subway o.ä. Hinzu kommen die zahlreichen Mitarbeiter der LZO oder der GSG, die dort auch ihre Pausen verbringen können. Ob auch andere Oldenburger sich dort einfinden werden, hängt sicherlich stark von der Gestaltung des Umfeldes und der dadurch entstehenden Atmosphäre ab. Möglich ist natürlich auch ein Club bzw. eine kleine Disco - sowas findet man ja häufig in der Nähe von Bahnhöfen. Fitnessstudio passt auch ebenso wie Autovermietung, Café, Bistro usw. Bin mir auf jeden Fall sicher, dass die Vermietung dieser Geschäftsräume eine Säule zu refinazierung sein kann.
Was auch noch untergebracht werden solle: Ein VfB-Museum mit alten Trikots, Plakaten, Zeitungsartikeln, VfB-Platz-Utensilien usw
Am 23. Januar 2008 um 23:18 Uhr
Wirds hier bald auch mal aktualisiert?
Am 29. Januar 2008 um 06:12 Uhr
Mit jdem Punkt,den der VfBin der Rückrunde macht,kommen wir der Arena näher!!!
Am 18. März 2008 um 15:41 Uhr
Es ist sehr ruhig geworden hier! Ist das Feuer ausgegangen? Lassen die aktuellen sportlichen Leistungen endlich realistische Einschätzungen zu? Oder habt ihr einfach keine lust mehr?
ddnewm
Am 27. März 2008 um 09:06 Uhr
@Unbekannter
Ey, die Leistungen des VfB liegen mehr als im Soll! Wer mit diskutieren will sollte hin und wieder mal den Blick auf die Tabelle wagen! Das Feuer brennt. Und ich bin mit dieser Ansicht nicht alleine! Was ein Blick auf die Zuschauerstatistik belegt.
NUR DER VfB !!!!!!
Am 18. Mai 2008 um 17:43 Uhr
Ich hoffe nicht, dass man den aktuellen 7. Platz, den mittlerweile pessimistischen Tickerschreiber, die 4 Punkte Rückstand auf den 6. und die Punktegleichheit mit dem 8.platzierten immernoch “voll im Soll” nennt?
Am 2. März 2010 um 18:53 Uhr
Fakt ist doch dass so ein Stadion in Oldenburg doch niemals gebaut wird.
1. für welchen Verein?
2. für welche Liga denn bitte schön?
3. wer solls bezahlen?
Viele Fragezeichen oder?
Also doch wohl nicht für den VFB Oldenburg. Für mich der schrecklichste Fussballverein in Oldenburg neben dem VFL!
Ich habe fast gekotzt, als ich im Marschweg Stadion mit ansehen mußte, wie die Spieler vom VFB nach dem Hawrylewicz Tod ihre Trauerarmbinden nach ein paar Minuten Spielzeit abnahmen und in den Dreck warfen. Wir Zuschauer auf der Tribüne haben uns für die Spieler geschämt. Soviel zum sogenannten Traditionsverein…
Für welche Liga…
Selbst in der Milliardenmetropole Hoffenheim baute man erst ein neues Stadion, als der Verein gefestigt war und sich im Profifussball etabliert hat. Wieso soll ein Investor hier in Oldenburg viel Geld in die Hand nehmen… Die Verantwortlichen Klarmann und Rosenbohm sind Diletanten und schaffen es nicht eine Truppe für höhere Aufgaben zusammenzustellen. Rosenbohm war schon bei FC Ohmstede eher ein Schnacker als Macher.
zu 3.
Woher soll das Geld für nen Stadion kommen? Doch wohl nicht von der Stadt? Wieso sollen immer nur die großen Vereine das volle Geld aus dem Fenster herauswerfen?
na im basketball hat es ja mal zur Meisterschaft geschafft… aber schon sagt EWE Baskets wir brauchen eine größere Halle… ich lach mich kaputt, Größenwahnsinnige…
zu 2)
Für welche Liga soll das Stadion denn sein? Ich lese hier in den Postings dass wir so ein Stadion wie Leverkusen bauen sollten… Hallo wacht mal auf pubertierende Fans! Für verbandsliga reicht ein Stadion für 1000 Leute!
So schönen Tag noch. Ich mach hier nun das Licht aus, damit die EWE nicht schon wieder Geld uns armen Verbrauchern aus der Tasche zieht und es in Sportclubs steckt… ach nee habe ja vergessen dass ich schon seit Jahren bei einem viel billigeren Stromanbieter bin und jährlich 200 Euro spare.
Schade EWE
Am 28. Mai 2010 um 10:34 Uhr
best mimicry of AAMIR KHAN, HRITIK ROSHAN,FARDEEN,SHAHID KAPOOR,AKSHAY KHANNA…i saw this and HAD to share with you guys!!!
BEST BOLLYWOOD MIMICRY